für die Nutzung der cloudbasierten G-Code-Optimierungs-Plattform von Advanced Additive.
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die Nutzung der cloudbasierten Softwareplattform zur Verarbeitung von G-Code-Dateien (nachfolgend „Plattform“), betrieben von Advanced Additive Aigner, Florian Dominik und Paternoster, Julia GbR (nachfolgend „Anbieter“).
(2) Die Plattform richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Eine Nutzung durch Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen.
(3) Abweichende oder entgegenstehende Geschäftsbedingungen des Nutzers oder Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, ihrer Geltung wurde ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
(1) Vertragsgegenstand ist die zeitlich befristete Bereitstellung einer cloudbasierten Software, mit der Kunden G-Code-Dateien hochladen, automatisiert verarbeiten und die verarbeiteten Dateien herunterladen können.
(2) Die Plattform ist für die Verarbeitung von G-Code-Dateien ausgelegt, die mit gängigen Slicer-Programmen in aktuellen, vom Anbieter unterstützten Versionen erzeugt wurden.
Der Anbieter übernimmt keine Gewähr oder Haftung für die Verarbeitbarkeit oder Funktionsfähigkeit von G-Code-Dateien, die mit nicht unterstützten Programmen oder veralteten Versionen erstellt wurden.
Eine jeweils aktuelle Übersicht der unterstützten Slicer-Programme und Versionen wird innerhalb der Plattform oder in der technischen Dokumentation bereitgestellt.
(3) Der Anbieter schuldet ausschließlich die Bereitstellung der Plattform als Software-as-a-Service (SaaS). Ein bestimmter Verarbeitungserfolg, eine bestimmte Druckqualität oder eine Eignung der erzeugten Dateien für bestimmte 3D-Drucker, Materialien oder Einsatzzwecke wird nicht geschuldet.
(4) Der Anbieter erbringt keine Druckdienstleistungen und übernimmt keine Verantwortung für die vom Kunden eingesetzten Maschinen, Materialien oder Produktionsumgebungen.
(1) Die Nutzung der Plattform setzt die Erstellung eines Nutzerkontos voraus. Die Authentifizierung erfolgt über eine cloudbasierte Infrastruktur (derzeit Supabase).
(2) Es gelten die jeweils aktuellen Passwort- und Sicherheitsrichtlinien des eingesetzten Authentifizierungsdienstes (Supabase).
(3) Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten, die über sein Nutzerkonto erfolgen.
(1) Der Anbieter kann eine kostenfreie Testversion zur Verfügung stellen, die ausschließlich Evaluierungszwecken dient.
(2) Für die Testversion bestehen keine Ansprüche auf Verfügbarkeit, Fehlerfreiheit, Funktionsumfang oder Support. Der Anbieter ist berechtigt, die Testversion jederzeit zu ändern oder einzustellen.
(1) Die wesentlichen Vertragspflichten („Kardinalpflichten“) des Anbieters bestehen ausschließlich in:
Ein bestimmtes inhaltliches, technisches oder wirtschaftliches Ergebnis der Verarbeitung ist nicht geschuldet.
(2) Der Anbieter strebt eine durchschnittliche jährliche Verfügbarkeit von 85 % an. Zeiten geplanter Wartung, sicherheitsrelevanter Updates sowie Ausfälle von Drittinfrastruktur bleiben unberücksichtigt.
(3) Der Anbieter ist bemüht, gemeldete Störungen innerhalb von zwei Werktagen zu analysieren und angemessene Maßnahmen einzuleiten. Eine Verpflichtung zur vollständigen oder dauerhaften Behebung besteht nicht.
(4) Voraussetzung für die Einhaltung von Bereitstellungs- oder Reaktionszeiten ist die unverzügliche Meldung von Störungen durch den Kunden und Nutzer.
(1) Ein Anspruch auf eine unbegrenzte Nutzung der Plattform besteht nicht.
(2) Der Anbieter ist berechtigt, die Nutzung insbesondere im Hinblick auf:
(3) Die derzeitige Nichtdurchsetzung bestimmter Nutzungsbeschränkungen begründet keinen Anspruch auf eine dauerhafte oder unbegrenzte Nutzung.
(1) Der Kunde ist verpflichtet, sämtliche durch die Plattform erzeugten oder veränderten G-Code-Dateien vor deren Einsatz eigenverantwortlich und fachkundig zu überprüfen.
(2) Die Plattform führt keine Sicherheits-, Plausibilitäts- oder Maschinenprüfung der Dateien durch.
(3) Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für Testläufe, Sicherheitsvorkehrungen und den produktiven Einsatz.
(1) Das Eigentum an hochgeladenen Dateien verbleibt beim Kunden.
(2) Der Kunde räumt dem Anbieter ein einfaches, nicht ausschließliches, zeitlich auf die Vertragsdauer beschränktes Nutzungsrecht ein, soweit dies für Betrieb, Analyse, Testzwecke und Weiterentwicklung der Plattform erforderlich ist.
(3) Der Kunde kann seine Daten in dem Format .gcode exportieren.
(4) Der Zugriff auf gespeicherte Daten besteht für einen Zeitraum von maximal 30 Tagen nach Vertragsende, soweit technisch möglich. Ein Anspruch auf Verfügbarkeit oder Vollständigkeit besteht nicht.
(5) Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für Datensicherung oder Datenarchivierung, weder während der Vertragslaufzeit noch nach Vertragsende. Der Kunde ist selbst für Backups verantwortlich.
(1) Die Plattform nutzt Infrastruktur und Dienste Dritter (z. B. Hosting-, Cloud- oder Authentifizierungsdienste).
(2) Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle, Leistungsstörungen oder Änderungen dieser Drittinfrastruktur, soweit diese nicht vom Anbieter zu vertreten sind.
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer Kardinalpflicht.
Die Haftung ist der Höhe nach auf die im betreffenden Vertragsjahr vom Kunden gezahlte Vergütung begrenzt, höchstens jedoch auf 50.000 EUR pro Vertragsjahr.
(3) In keinem Fall haftet der Anbieter für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Produktionsausfälle oder sonstige Vermögensschäden, soweit gesetzlich zulässig.
(4) Eine Haftung für Schäden an 3D-Druckern, Maschinen, Materialien, Werkzeugen oder Produktionsmitteln ist ausgeschlossen.
(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden infolge nicht überprüfter G-Code-Dateien.
Der Anbieter übernimmt keine Garantie für eine bestimmte Verfügbarkeit, Funktion, Kompatibilität oder Eignung der Plattform für einen bestimmten Zweck.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt, insbesondere bei missbräuchlicher Nutzung oder Verstößen gegen diese AGB.
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB aus sachlichen Gründen (z. B. Rechtsänderungen, technische Weiterentwicklung) zu ändern.
(2) Änderungen werden dem Kunden in Textform mitgeteilt und gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht innerhalb von 14 Tagen widerspricht. Im Falle eines Widerspruchs ist der Anbieter zur Kündigung berechtigt.
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Gerichtsstand ist Rosenheim, soweit gesetzlich zulässig.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.